Ziel des Equal-Projekts [ IRMKA ] ist die Entwicklung innovativer Modelle zur nachhaltigen Integration
von Randgruppen in den Arbeitsmarkt. Eine Analyse zur Situation langzeitarbeitsloser
Menschen, die die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und persönlichen
Rahmenbedingungen berücksichtigt, diente als Ausgangsbasis für
die Konzeption von Maßnahmen, die in einzelnen Pilotmodellprojekten
erprobt wurden. Die Wanderausstellung zeigt eine Gesamtschau von [
IRMKA ] und wird bis Mai 2005 in Österreich zu sehen sein.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus
Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft gefördert.
kunststücke: arbeit.s.leben
Das Arbeitsleben - ein Kunststück, Arbeit und Leben,
Beruf und privat miteinander zu vereinbaren. Menschen, die aufgrund
diverser Handicaps vom Erwerbsleben ausgeschlossen sind und damit meist
sozial isoliert sind, haben es ungleich schwerer, wieder oder überhaupt
in den Beruf einzusteigen. Erwerbslos zu sein bedeutet mehr als keine
bezahlte Arbeit zu haben: von der Gesellschaft ausgeschlossen sein,
Existenzängste, Angst vor der Zukunft, eine schwere Last tragen
müssen. Langzeitarbeitslose müssen oftmals mit einer Vielzahl
von Problemen und Belastungen wie Betreuungspflichten, Süchte,
Alkohol und andere Drogen, ehemals Haftstrafen, abgebrochene Schulausbildung,
mangelnde, niedrige Qualifikation... allein fertig werden.
[ IRMKA ] hat sich dieser Menschen angenommen.
Personen- und bedürfnisorientiert wurden gemeinsam Lösungswege erarbeitet.
Der Gipsmantel ist Symbol
für all diese schweren und gewichtigen Lasten. Gips ist ein kalter,
harter Stoff, Gips macht unbeweglich. Ein Mantel wird angezogen, um
sich vor Kälte zu schützen. Ein Arbeitsmantel, in den man
gerne schlüpfen möchte, dessen Starrheit es aber nicht erlaubt.
Die Taschen sind leer, es ist wenig zum Leben, wenig zum Überleben da.
Hinaus führt ein Labyrinth an Lösungen, Wegen
aus der Arbeitslosigkeit. Nicht alle finden auf Anhieb den richtigen
Weg. Darüber baumeln Adressen, Institutionen, die beraten, unterstützen
und helfen. Existent, aber auch für viele nicht fassbar. Freischwebende
Hürden und gleichzeitig Hilfe.
Potentiale und Talente zu fördern heißt Selbstvertrauen und
Selbstsicherheit zurück zu gewinnen. Durch Kreativität und
Aktivität den Weg zu sich selbst zu ebenen, war ein wesentlicher
Schwerpunkt des Projekts [ IRMKA ]. Leinwände und Fotographien der Teilnehmenden zeigen
eindrucksvoll die Ergebnisse dieser Aktivitäten.
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