geborgen

Christoph Kolb, Computergrafik
Günter Ranner, Keramik
Reinhold Dex, Ölbilder und Fotos

Drei Künstler, drei Ausdrucks-Techniken und ein Thema: "geborgen werden" und "geborgen sein" als zwei Zustände menschlichen Daseins. Schnittstellen, Übergänge, Expositionen und Verstörungen, dargestellt aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln, die im Gesamten ein plastisches Bild ergeben.

Eröffnung: Dienstag, 10.03.2009, 18:00 Uhr
Ort: Sozialamt Graz, Schmiedgasse 26/1, 8010 Graz
mit: Stadträtin Elke Edlinger
Dauer: bis 5. Mai 2009
Öffnungszeiten: Mo– Fr, 09.00 – 17.00 Uhr

Weingaerten

Die Künstler:

Christoph Kolb

In jungen Jahren waren ihm die Zeichnungen (Comicfiguren) seiner Schwester ein Vorbild. Am Computer hat er im Laufe der Zeit seine eigene Bildsprache entwickelt, zunächst in Axams in Tirol (Elisabethinum), und seit gut vier Jahren in der Produktiv/Kreativ-Werkstätte Unikat, einer Einrichtung der Mosaik GmbH. Seitdem sind seine Exponate in einer Personalausstellung (Galerie Street Art) und in Gemeinschaftsausstellungen, wie in der Mosaik-Fachbibliothek sowie in der Werkstätte Unikat selbst, zu sehen gewesen.

Privat hat Herr Christoph Kolb damit begonnen, künstlerische Herausforderungen anzunehmen, bzw. ihnen nachzugehen. Eine absolute Novität waren seine Bühnenbilder im "axe-Körpertheater", die mittels eines Videobeamers übertragen wurden. Sie entstanden während der Aufführung.


Günter Ranner

Religion: Religion ist eine sehr persönliche, individuelle, intime und vor allem eine freiwillige Form der Integration eines Individuums in eine Gemeinde. Diese bietet durch die Gemeinschaft und oft starre Strukturen einen starken Rückhalt in der Gesellschaft, welcher durchaus eine Form von Geborgenheit vermittelt.

Kulturtechnik: Lesen-Schreiben-Rechnen sind, wie wir wissen, ein wichtiger Teil unserer Kultur, zu welcher auch die Kunst gezählt werden kann. Die Kunst ist für mich eine Form der Darstellung, um sich selbst, andere Personen, Inhalte, gesellschaftliche Prozesse, politische Inhalte oder "nur" Schönes zu vermitteln, wodurch sie also ein Kommunikationsmittel wird. Über diese Prozesse definiere ich mich als Teil der Gesellschaft, in welcher ich mich geborgen fühle, weil ich teilnehmen kann.

Der Rückhalt: Freunde – Familie – Kollegen – ärztliche Versorgung – Gesundheitssystem usw. sind nur einige der wichtigen Pfeiler unseres gesellschaftlichen Systems, welche dazu führen, dass ich mich, so wie ich bin, als ganze Person, wohl fühlen kann und somit das Gefühl der Geborgenheit erlebbar und fühlbar ist.

Reinhold Dex

Künstlerischer Gedankenansatz zu meinen Ölbildern bzw. Fotografien zum Thema "geborgen". Zunächst zu denn Fotografien: Die Bilder stehen im Dialog zum Umfeld oder zur Umgebung im öffentlichen Raum. Eine Anregung zur Bewusstmachung, zwischen Wirklichkeit und Wunsch. Sie zeigen aber auch gegebene Möglichkeiten durch Notwendigkeiten. Geborgen sein und werden durch die nötigen Angebote und Hilfsmaßnahmen (Feuerwehr/Blitzableiter, Obdachlos/Sozialprojekt usw.).

Mit den Ölbildern möchte ich Befindlichkeiten aufzeigen, wie etwa das Verlieren oder Wiederfinden von Sicherheiten. Durch den Verlust von zuvor Selbstverständlichem erkennt man den Wert des zuvor Besessenen.



 
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